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Meinung

Habecks Gas-Notfallplan: Chance für die Energiewende 

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    VonKlaus Rimpel
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In Europa drohen Gas-Engpässe. Die Ampel muss jetzt handeln - könnte Putins Kaltblütigkeit Habeck dabei helfen, eine echte Energiewende einzuleiten?

Staaten wie Polen oder die Ukraine hatten die Bundesregierung schon vor Jahren in der Nordstream-Debatte gewarnt: Putin wird sein Gas als Waffe einsetzen! Berlin tat dies stets mit dem windigen Argument ab, dass die Sowjetunion selbst im kältesten Kalten Krieg nie den Gashahn abgedreht habe. Das Gegenargument lag auf der Hand, denn Putin hatte schon 2006 der Ukraine die Energielieferungen kurzzeitig gestoppt und so bewiesen, dass er radikaler vorgeht als seine Sowjet-Vorgänger Breschnew oder Chruschtschow. Der Kriegsherr im Kreml ist bereit, ohne Rücksicht auf eigene wirtschaftliche Interessen und auf das Wohl seiner Bürger die Rohstoffe seines Riesenreichs für einen Wirtschaftskrieg einzusetzen – in der Überzeugung, dass der „verweichlichte Westen“ dann schnell klein beigeben werde.

Aber es nützt nichts, vergangene Versäumnisse der Bundesregierung zu beklagen. Die Ampel muss jetzt handeln. Fracking-Gas aus USA, Energie auch von den dubiosen Scheichs in Katar: Es ist richtig, wenn Robert Habeck in dieser akuten Notsituation moralische und umweltpolitische Bedenken hintanstellt und pragmatisch Energie heranschafft, egal woher. Aber noch wichtiger ist es jetzt, endlich radikaler auf Erneuerbare umzustellen: eine Solar-Pflicht für Neubauten, Windenergie, wo immer es geht, massive Subventionen für den Ausbau alternativer Energiequellen: Nur erneuerbare Energien machen uns auf Dauer unabhängig von Öl, Gas und Kohle aus Unrechtsstaaten. Putins Kaltblütigkeit könnte so Habeck immerhin helfen, eine echte Energiewende einzuleiten.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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