Grüne wollen Steuer auf Fleisch und Milch Und jetzt auch noch die Klima-Diät

Grüne wollen Steuer auf Fleisch und Milch. Und jetzt auch noch die Klima-Diät .

GEORG ANASTASIADIS

Als die Grünen vor der Bundestagswahl 2013 die Einführung eines „Veggie Days“ anregten, war die Party für die Ökopartei ziemlich abrupt vorbei. Jetzt, sechs Jahre später, kommt Grünenchef Robert Habeck mit der Idee einer Fleisch-, Käse- und Milchsteuer um die Ecke – und erntet kaum mehr als ein müdes Gähnen. Fast ist es, als ob Greta-die-Welt-geht-unter-Thunberg die Deutschen zu einem Volk der Vegetarier und Veganer bekehrt hätte, die die letzten verbliebenen Jahre ihres irdischen Daseins mit dem Verzehr von Blattsalaten zubringen.

Hat also  endlich die Vernunft Einzug gehalten, wie die Grünen frohlocken? Oder tragen Notstands-Rhetorik und pseudo-religiöse Überhöhung der Klimarettung ihre Früchte? Es stimmt: Vielen Mitbürgern würde es nicht schaden, auf das eine oder andere Schnitzel zu verzichten. Aber soll es ernsthaft Aufgabe der Politik und grüner Volkspädagogen werden, die Bürger per Gesetz auf Diät zu setzen? Die Frage ließe sich leichteren Herzens mit ja beantworten, wenn sichergestellt wäre, dass mit dem Geld die Haltungsbedingungen für Tiere weiter verbessert würden. Das aber kann eine Steuer auf Fleisch und Butter nicht bewerkstelligen – im Zweifel landet das Geld der Menschen, die sich den Konsum verkneifen sollen, ja doch nur zwischen den Zähnen des weiterhin sehr gefräßigen Vaters Staat.

Eine Steuer auf tierische Lebensmittel ist vor allem eines: unsozial. Wer wohlhabend genug ist, muss auch künftig nicht den Gürtel enger schnallen. Den Preis zahlen die, die einen relevanten Teil ihres Einkommens auf die Ernährung ihrer Familie verwenden. Ist es das, was die Grünen wollen, wenn sie von den Menschen Verzicht fordern?

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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