Grüne wollen Klimabeschluss stoppen Mit vollen Backen

Grüne wollen Klimabeschluss stoppen. Mit vollen Backen .

GEORG ANASTASIADIS

Radikal sein zu dürfen, ist das Privileg der Jugend und der Opposition. Für die Fridays-for-Future-Kids um die ertappte Vielfliegerin Luisa Neubauer ist es kein Problem, selbst kreuz und quer durch die Welt zu jetten – und ihren Eltern gleichzeitig die Zerstörung dieser – „ihrer“ – Erde vorzuwerfen. Auch die Grünen tun sich leicht, das Klimapaket der GroKo in der Luft zu zerreißen, solange sie im Bund nicht selbst Verantwortung tragen (müssen) für die Sicherung der wirtschaftlichen Existenzgrundlagen.

Union und SPD sollten sich daher hüten, dem Wehgeschrei der Ökopartei und ihrer vielen Versteher in Deutschlands Redaktionsstuben nachzugeben. CDU, CSU und SPD haben alles in allem einen vernünftigen Kompromiss gefunden zwischen dem klimapolitisch Wünschenswerten und dem sozial und ökonomisch Verantwortbaren. Anders als in der Flüchtlingspolitik, in der sich die Grünen bis heute selbstverständlichsten Kompromissen verweigern, etwa bei der Erklärung der Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern, ist die Blockademacht der selbst ernannten Staatspartei diesmal begrenzt. Mag ihr Chef Robert Habeck noch so sehr die Backen aufblasen: Lassen sie die Klimabeschlüsse der GroKo wie angedroht im Bundesrat durchfallen, stehen ausgerechnet die Grünen als Verhinderer von mehr Klimaschutz da. Während die Kanzlerin sich im Glanz der Prophetin Greta sonnt.

Die Zeit der Grünen mag nach der nächsten Bundestagswahl kommen. Und irgendwann dürfen dann auch gerne die erwachsen gewordenen Jugendlichen von heute den Beweis antreten, dass sie ein moralischeres Leben zu leben bereit sind als die Generation vor ihnen.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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