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MEINUNG

Kein Segen für homosexuelle Paare: Gottes Gnade gilt allen

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Wer auch immer sich berufen gefühlt haben mag, bei der Römischen Glaubenskongregation anzufragen, ob in der katholischen Kirche homosexuelle Paare gesegnet werden dürfen – er hat nicht segensreich gewirkt. Vielleicht kam die Initiative auch direkt aus der Glaubenskongregation, um den lästigen Reformbestrebungen in der deutschen Kirche einen Dämpfer zu verpassen. Doch das bleibt vorerst im Dunkeln.

Faktum ist jedenfalls, dass diese vatikanische Erklärung großen Schaden anrichtet und die Spaltung zwischen einer weltfremden Kirchenspitze und den Gläubigen weiter vorantreibt. Selbst Generalvikare deutscher Diözesen scheuen sich nicht, öffentlich ihr Entsetzen zu bekunden.

Faktum ist auch, dass in der deutschen Kirche eine Segnung von homosexuellen Paaren diskutiert wird – nicht die Spendung des Ehesakraments. Es geht also darum, für zwei Menschen, die in Liebe, Treue und Fürsorge miteinander leben, um Gottes Gnade zu bitten. Mit welchem Argument kann die Kirche Menschen den Segen Gottes verweigern? Gottes Segen brauchen alle, selbst die sündige Kirche.

Claudia.Moellers@ovb.net

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