Go-Ahead in Schwierigkeiten Achtung, die Briten kommen

Go-Ahead in Schwierigkeiten. Achtung, die Briten kommen .

DIRK WALTER

Achtung, die Briten kommen – das Bahnunternehmen Go-Ahead, in Deutschland eine unbekannte Größe, will in Süddeutschland Fuß fassen und lukrative Strecken betreiben. Doch die anfängliche Euphorie ist Ernüchterung gewichen: In Baden-Württemberg hat der Verkehrsminister den Briten jetzt für zwei Jahre quasi die Lizenz entzogen. Man kann nur hoffen, dass es in Bayern besser laufen wird, wenn Go-Ahead den Augsburger Fugger-Express übernimmt.

Unverständlich ist die Übernahme einer solchen Paradestrecke durch einen Neuling gleichwohl. Betriebsübernahmen sind in Bayern meist schiefgelaufen, man erinnere sich nur an den Start der Oberlandbahn oder des Meridians. Der Fugger-Express der Deutschen Bahn läuft nach großen Schwierigkeiten zu Beginn mittlerweile stabil. Dass es 2022 zum Wechsel des Betreibers kommt, hat rein finanzielle Gründe – Go-Ahead macht es billiger als die Deutsche Bahn. Hier ist größte Sorgfalt notwendig: Auf die Bahn sind entlang der Strecke München-Augsburg tausende Pendler angewiesen. Ähnliche Probleme mit Go-Ahead wie nun in Baden-Württemberg wären eine Katastrophe.

Dirk.Walter@ovb.net

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