Meinung

Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek: Gelungener Auftakt

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  • Mike Schier
    vonMike Schier
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Derzeit wirkt es für die Öffentlichkeit so, als bestünde der CSU-Teil der Staatsregierung aus dem Ministerpräsidenten und einem Minister – klingt nach wenig, ist aber exakt ein Minister mehr als vor Markus Söders Entscheidung, Klaus Holetschek zu befördern.

Seit er im Amt ist, offenbart der neue Gesundheitsminister Tag für Tag mehr, wie überfordert Vorgängerin Melanie Huml mit diesem in Pandemiezeiten extrem schwierigen Amt war.

Corona führt den Staat täglich an seine Grenzen. Da braucht es zupackende Krisenmanager, die nicht davor zurückschrecken, auch mal bei Gegenwind den Kopf aus dem Fenster zu stecken. Natürlich ist es für eine echte Bilanz des neuen Ministers viel zu früh, aber Holetschek packt an, spricht viel und entscheidet.

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Das hebt ihn wohltuend ab von einem Kultusminister, der die Schüler auch nach monatelanger Pause wieder in Klassenzimmer ohne Lüftungsanlagen schickt. Oder von einer Digitalministerin, die erstaunlich zahn- und farblos wirkt – obwohl Corona gerade schonungslos die Folgen der schlechten Digitalisierung in der Verwaltung aufdeckt.

Aber auch Holetschek wird am Ende an Ergebnissen gemessen. Der Kollege auf Bundesebene dient als mahnendes Beispiel, dass Ankündigungen allein nicht reichen.

Mike.Schier@ovb.net

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