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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

Schock in der TV-Welt: Komiker und TV-Legende Karl Dall ist gestorben! Vor Kurzem wurde er wegen …
Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

AKK gegen Maaßen Unklug und ungeschickt MIKE SCHIER

AKK gegen Maaßen. Unklug und ungeschickt .

MIKE SCHIER

Am Ende war natürlich alles nur ein großes Missverständnis. Sie habe „weder im Interview noch an anderer Stelle“ ein Parteiausschlussverfahren gegen den früheren Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen gefordert, musste Annegret Kramp-Karrenbauer am Wochenende klarstellen. Da war das Kind freilich längst in den Brunnen gefallen. Ausgerechnet kurz vor den Wahlen im Osten, wo die CDU besonders hart mit der AfD um Wähler ringt, irritierte die Vorsitzende mit unbeholfen-missverständlichen Aussagen. Es ist nicht das erste Mal.

Man kann den Ärger Kramp-Karrenbauers über Maaßen schon verstehen. Seit der 56-Jährige in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde, legt der einst unscheinbare Verfassungsschutzpräsident ein erstaunlich eitles Verhalten als Gegenspieler von Angela Merkel an den Tag, der sehr bewusst am äußerst rechten Rand der Unionsparteien segelt und sich im Beifall seiner Anhänger sonnt. Für Linke ist er damit in Rekordzeit zur Hassfigur geworden, national denkende Menschen aber könnten durch ihn wieder eine Heimat in der Union finden. Maaßen selbst spricht von Wählern, die „der CDU den Rücken gekehrt haben, weil sie mehr Rechtsstaat, Freiheit und Sicherheit möchten“. Um sie zu umgarnen, begibt sich Maaßen inhaltlich wie strategisch auf eine Gratwanderung nach rechts, die in der Union vielen nicht gefällt.

Kramp-Karrenbauer spricht also etlichen Parteifreunden aus der Seele, wenn sie Maaßen hart kritisiert. Eine Volkspartei, deren Flügel große Spannweite haben soll, muss solche Debatten aushalten. Doch sobald Kritik mit den „hohen Hürden für einen Parteiausschluss“ verknüpft wird, mutiert sie zur Drohung. Das wäre politisch sehr unklug. Sollte sie es tatsächlich nicht so gemeint haben, wären ihre vom Pressesprecher autorisierten Äußerungen zumindest ungeschickt. So oder so: Beides ist keine Werbung für eine, die Kanzlerin werden will.

Mike.Schier@ovb.net

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