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Meinung

Gefährliche Verunsicherung: Der Streit um Kinder-Impfungen gegen das Coronavirus

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    VonKlaus Rimpel
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Die Entscheidung, seine Kinder impfen zu lassen, ist verantwortungsvoll, emotional – kurz: extrem schwierig. Umso mehr brauchen Eltern gute Gründe, wenn sie ihre Kinder gegen Corona schützen lassen sollen – etwa die klare Ansage, dass die Risiken des Pikses weit weniger groß sind als die Leiden, sollte der Sohn oder die Tochter an Covid-19 erkranken.

Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnis ist entscheidend

Diese Klarheit gibt es hier jedoch nicht, anders als bei der Impfung für Ältere. Im Gegenteil: Wenn die Sächsische Impfkommission anders entscheidet als die bundesweite Ständige Impfkomission, sorgt das für maximale Verunsicherung.

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Das an sich so richtige Argument: „Hört auf die Wissenschaft!“ verliert massiv an Überzeugungskraft, wenn sich wissenschaftliche Gremien derart offen widersprechen. Das ist gefährlich, denn egal ob es um die Pandemie oder um den Klimaschutz geht: Die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse ist entscheidend, um nötige Maßnahmen in einer Demokratie durchsetzen zu können.

Kinder nicht als Mittel zum Zweck missbrauchen

Deshalb ist es auch so fatal, wenn politischer Druck auf wissenschaftliche Gremien wie die Stiko ausgeübt wird. Das untergräbt nicht nur das Vertrauen in die Impf-Empfehlung, sondern in Experten-Rat generell. Wenn die Regierung die Impfung ab zwölf mit der Brechstange durchsetzen will, geht es ihr weniger um den individuellen Schutz der Kinder, sondern um das Ziel der Herdenimmunität.

Das heißt: Kinder werden hier als Mittel zum Zweck missbraucht – und das ist inakzeptabel.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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