Meinung

Gedanken zum Jahreswechsel: Mit Abstand zusammengerückt

Norbert Kotter, Chef vom Dienst der OVB-Heimatzeitungen.
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Norbert Kotter, Chef vom Dienst der OVB-Heimatzeitungen.
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Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen hat dem Jahr 2020 ihren Stempel aufgedrückt. Und auch das kommende Jahr wird sicherlich durch das gefährliche Virus beherrscht werden. Dennoch sieht Norbert Kotter, Chef vom Dienst der OVB-Heimatzeitungen, viele Gründe, optimistisch ins Jahr 2021 zu gehen.

Corona! Ein kleines Virus hat unser Leben im vergangenen Jahr in einer Weise geprägt, für die vielen von uns noch vor wenigen Monaten die Vorstellungskraft fehlte. Tod, Leid, Pleiten, Existenzängste und eine dramatische Veränderung so mancher Alltagsgepflogenheiten sind für viele bittere Begleiter, die das pandemische Geschehen im Schlepptau hat.

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Begriffe wie PCR-Test, Lockdown, Inzidenzwert oder Reproduktionsfaktor gehen uns in diesen Zeiten, in denen uns der verhasste Entschleuniger fest im Würgegriff hat, wie selbstverständlich über die Lippen. Das Virus führt uns gnadenlos vor Augen, wie verwundbar unsere Region von einem Tag auf den anderen ist und wie schnell unser aller Leben erheblich durcheinandergewirbelt werden kann.

Dennoch: Es gibt gute Gründe, zum Jahreswechsel nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern sich mit Optimismus auf die Herausforderungen einzulassen, die 2021 bereithält. Nicht zuletzt deshalb, weil es mittlerweile Impfstoffe gegen diese Geißel der Menschheit gibt. Sie nähren die berechtigte Hoffnung, dass uns ein kleiner Pieks Stück für Stück in Richtung Normalität zurückkehren lässt.

Keine Theorie, sondern gelebte Werte

Mit Corona eng verwoben ist eine wichtige Erkenntnis. Disziplin, der Blick für die Not des anderen und Hilfsbereitschaft sind für eine große Mehrheit der Menschen in Stadt und Land keine theoretischen Begriffe. Nein, sie sind gelebte Werte, die in schwierigen Zeiten Abstandsgebot und enges Zusammenrücken auf mannigfache Weise in Einklang gebracht haben. Die Dominanz der Solidarität gegenüber Egoismus – an der Schwelle zum neuen Jahr wahrlich ein Mutmacher auf dem Weg in die Zukunft. Auch wenn seine Wirkung eine gänzlich andere ist als der Schutz und die Befreiung, die wir uns von ein paar Millilitern Serum versprechen dürfen.

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„Entschlossenheit im Unglück ist immer der halbe Weg zur Rettung“, hat der Schweizer Pädagoge und Philosoph Johann Heinrich Pestalozzi einmal gesagt. Dieser Spruch sollte uns im Kampf gegen Corona ermutigen und unbeirrt an der berechtigten Zuversicht festhalten lassen, dass wir die Pandemie und ihre Folgen gemeinsam überwinden können.

Schreiben Sie dem Autor: norbert.kotter@ovb.net

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