Meinung

Doch keine frühere Impfung gegen das Coronavirus? Frustration im Lehrer-Homeoffice

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  • Dirk Walter
    vonDirk Walter
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Die Wichtigkeit der Schulen zu betonen, ist unter den Entscheidern in der Corona-Krise geradezu eine Modeerscheinung geworden. Landauf, landab wird betont, wie wichtig Schulöffnungen sind. Doch das sind wohlfeile Lippenbekenntnisse mit wenig Realitätsgehalt.

Jüngstes Beispiel dafür ist die Beteuerung der Kanzlerin vergangene Woche, Lehrer könnten jetzt vorbehaltlich einer näheren Prüfung in der Impfpriorität hochgestuft werden. Postwendend kam jetzt das Nein des Chefs der Ständigen Impfkommission. Es wäre ein mittleres Wunder, wenn sich die Politik über dieses Veto hinwegsetzen würde. Das ist bitter für die Lehrer, bitter für die Schüler.

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Die Politik muss aufpassen, dass Ankündigungen und Umsetzungen bei den Schulen nicht zu weit auseinanderklaffen. Denn es macht sich allmählich tief sitzende Enttäuschung und sogar Frustration im Lehrer-Homeoffice breit. Was ist nicht schon alles (angeblich) ganz fest geplant: Corona-Schnelltests an Schulen beispielsweise. Und Lehrer-Laptops. Und ganz viele FFP2-Masken. Tja, und vor Ort kommt wenig an. Stattdessen werden aber die Faschingsferien gestrichen. Man kann die Lehrer (und Schüler) schon verstehen, dass sie sich jetzt über Ministeriumsvorgaben hinwegsetzen und eine Woche mit „Unterricht light“ einlegen.

Dirk.Walter@ovb.net

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