Frauen in der Kirche Weg frei machen für Diakoninnen

Frauen in der Kirche. Weg frei machen für Diakoninnen .

CLAUDIA MÖLLERS

Eigentlich könnte man des Kampfes und des Streits müde sein. Seit dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 wird in der katholischen Kirche darum gerungen, Frauen wenigstens für die Diakonenweihe zuzulassen – die Priesterweihe von Frauen scheint ja nach einem Machtwort von Papst Johannes Paul II. vom 22. Mai 1994 („... erkläre ich kraft meines Amtes,... dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden...“) in ewige Ferne gerückt zu sein.

Jetzt haben in München kirchliche Reformgruppen den Wunsch nach Gleichberechtigung in der Kirche erneuert. Alle (männlichen) Diakone sollten ihre Bischöfe auffordern, sich beim Papst für den Diakonat der Frauen einzusetzen. Franziskus selbst hat hier eine Studienkommission eingesetzt, deren Abschlussdokument ihm inzwischen vorliegen soll. Den Männern in der katholischen Hierarchie dürfte längst klar sein: Mit dem Hinweis auf die Tradition kann diese wichtige Frage nicht mehr abgetan werden. Denn in der frühen Kirche gab es Diakoninnen, und die Bibel kennt Frauen mit Verantwortung in Gemeinden. Viele kirchliche Ämter haben sich im Laufe der Geschichte verändert. Die Zeit ist reif für Veränderungen in Bezug auf die Frauen. Die Kirche würde an Glaubwürdigkeit gewinnen. Und das hat sie mehr denn je nötig.

Claudia.Moellers@ovb.net

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