Finanztransaktionssteuer Heroischer Kampf gegen Investoren

Finanztransaktionssteuer . Heroischer Kampf gegen Investoren.

MARTIN PREM

Man sollte um den heißen Brei nicht herumreden: Die Zinsen werden Jahrzehnte unterhalb der Inflationsrate verharren. Das heißt: Erspartes wird aufgezehrt. Ob sich das jemals wieder ändern wird, kann keiner sagen. Der einzige Ausweg sind auf lange Sicht Sachwerte. Das können Immobilien sein, vor allem aber aktienbasierte Geldanlagen. Für Normalverdiener wären sie der einzige Weg, der Vermögensvernichtung zu entkommen.

Wären ist leider richtig. Denn mit der Steuer auf Veräußerungsgewinne holt sich der Staat gerade bei langfristig orientierten Aktionären seit 2009 den größten Teil des Sparertrags. Und mit der neuen Transaktionssteuer für den Kauf von Aktien der größten Unternehmen wird das Engagement ausgerechnet in Firmen bestraft, die sich für Kleinst-Investoren am ehesten eignen. Kurios: Beide Steuern wurden von SPD-Finanzministern durchgepeitscht, die als wirtschaftsfreundlich galten.

Die Politik hindert deutsche Steuerzahler daran, Anteile von Unternehmen zu kaufen und an deren Erfolgen beteiligt zu sein. Das sabotiert nicht nur die Vermögensbildung. Es sorgt dafür, dass in vielen deutschen Firmen ausländische Investoren herrschen, denen Standorte und Arbeitsplätze egal sind. Ein roter Faden hinter dem heroischen Kampf gegen Investoren ist nicht zu entdecken. Es sei denn, man will aus der Bevölkerung möglichst viele Sozialleistungsjunkies rekrutieren, die vor lauter Dankbarkeit für Mindestlohn und Grundsicherung ihr Kreuzchen stets an der richtigen Stelle machen.

Martin.Prem@ovb.net

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