Meinung

Immer mehr Corona-Milliarden: Finanzmagier oder Zauberlehrling

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  • vonMartin Prem
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Freilich, vieles an den Corona-Hilfen ist gut eingesetztes Geld. Und manchmal werden nur Selbstverständlichkeiten wahr. Etwa bei der steuerlichen Verlustverrechnung. Dass der Staat bei Unternehmensgewinnen munter zugriff, bei Verlusten aber weitgehend so tat, als gingen sie ihm nichts an, war schäbig und die Korrektur überfällig.

Eine andere Frage ist, ob die Bundesregierung ihre Grenzen noch kennt. Der Erfolg aus der Finanzkrise 2007/2008 ist den Regierenden wohl zu Kopf gestiegen. Damals gab die Politik mit Milliardensummen Gas, um die Wirtschaft, die in einem Sumpf von abenteuerlichen Finanzinstrumenten feststeckte, wieder flottzumachen. Sie profitierte selbst vom dadurch ausgelösten Schwung. Diesmal steigt die Regierung noch stärker aufs Gas, steht aber gleichzeitig coronabedingt mit dem Bleifuß auf der Bremse. So kommt diesmal kein Schwung auf, und es wird nichts aus den erträumten Selbstfinanzierungseffekten.

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Wir stehen vor Jahren auf der wirtschaftlichen Kriechspur, weil wir – durch höhere Steuern, Verzicht oder Inflation – die Schuldenberge werden abtragen müssen. Aus dem Finanzmagier Scholz, der das Geld in die Taschen von Bürgern und Unternehmern hext, könnte bald der Zauberlehrling Olaf werden, der verzweifelt nach Wegen sucht, wie er sich das alles und die noch viel höheren Spesen aus anderen Taschen wieder zurückholen kann.

Martin.Prem@ovb.net

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