Fehler am Schlachthof Eine große Sauerei CHRISTIAN VORDEMANN

Fehler am Schlachthof. Eine große Sauerei .

CHRISTIAN VORDEMANN

Das Fleisch, das wir (fast täglich?) essen, stammt von Tieren, deren Leben größtenteils in Schlachthöfen endet. Das Fleisch auf unserem Teller können wir ohne Bedenken um unsere Gesundheit essen. Denn bevor es genusstauglich gestempelt wird, sind strenge Fleischhygiene-Vorschriften penibel einzuhalten: Ein Veterinär muss das Tier lebend gesehen haben. Nach der Schlachtung erfolgt dann die Fleischbeschau; allesfressende Schweine werden alle auch auf Trichinen untersucht.

Nun wurden am Schlachthof München 653 Schweine getötet, ohne dass sie zuvor der Amtstierarzt begutachtet hatte. Deshalb durften die Schweine nicht in Verkehr gebracht und mussten verbrannt werden. Die Schlachter, die am Band im Akkord schuften, trifft keine Schuld an dieser Riesen-Sauerei. Es ist eh verwunderlich, dass bei jährlich über 50 Millionen geschlachteten Schweinen in Deutschland nicht noch mehr Pannen passieren.

Aber ein Verantwortlicher muss die Schlachtung der Tiere freigegeben haben. Der Schlachthof München verspricht Aufklärung. Der Fehler muss strenger geahndet werden, als wenn im Lager etwas zu Bruch geht. Schließlich handelt es sich hier um empfindsame Geschöpfe.

Christian.Vordemann@ovb.net

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