Fatales Signal

Alle Frankfurter Randalierer wieder frei. GEORG ANASTASIADIS.

So also sieht der wehrhafte Rechtsstaat aus, zu dessen Verteidigung die Politik zu Wochenbeginn so wortgewaltig aufgerufen hat: Alle 39 der nach der Frankfurter Krawallnacht festgenommenen Täter befanden sich schon gestern wieder auf freiem Fuß. Ein „fatales Signal an unsere Beamten“ nennt das zu Recht der fassungslose Frankfurter Polizeipräsident.

Die Staatsanwaltschaft sah es nicht als erwiesen an, dass die Flaschenwerfer – die meisten nach Behördenangaben wegen Körperverletzung, Diebstahl und Drogendelikten polizeibekannt – die Polizisten, auf die sie zielten, auch getroffen haben. So verhöhnt der Staat seine Sicherheitskräfte, die für ihn die Knochen hinhalten, und er ermutigt die Gewalttäter. Welche Schlüsse beide – Polizisten und aggressive Krawallmacher – daraus ziehen, kann sich jeder an den Fingern einer Hand abzählen. Nach allem, was bekannt ist, handelt es sich bei den Randalierern um junge Männer, ganz überwiegend mit Migrationshintergrund, die keinen Respekt haben vor dem Staat und seinen Institutionen, mehr noch: die Toleranz mit Schwäche gleichsetzen und sich einen Spaß daraus machen, den von ihnen verachteten Staat zu bespucken und in den sozialen Netzwerken auch noch damit zu prahlen. Das verlangt dringend nach einer Antwort, wenn Szenen wie in Frankreichs Banlieus nicht auch in Deutschland nach und nach Normalität werden sollen.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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