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Meinung

Die EU verbietet Astrazeneca weiteren Export und das ist die Antwort auf Impfnationalismus

Sebastian Horsch online rahmen
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Sebastian Horsch
  • vonSebastian Horsch
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Das Verhalten der EU im Streit um Impfstoff-Exporte des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca ist kein egoistischer Nationalismus.

Die Europäische Union hat Zähne gezeigt. Im Streit mit Astrazeneca soll kein Impfstoff mehr die EU verlassen, bis der britisch-schwedische Hersteller seine Lieferzusagen erfüllt. Dieser richtige Schritt hat mit Impfnationalismus nichts zu tun. Er ist vielmehr die Antwort darauf.

Der britische Premierminister Boris Johnson setzt voll aufs Impfen – und fährt damit auch deshalb gut, weil er von Anfang an egoistischer vorgeht als der Rest Europas. Millionen von Impfdosen sind bisher aus der EU nach Großbritannien gegangen, zurück kam im Gegenzug so gut wie nichts. Mit Astrazeneca hat Johnson einen Vertrag aushandeln lassen, der seinem Land eine Bevorzugung sichern soll. Wie es scheint, auch das mit einigem Erfolg.

Der stutzig machende Fund von 29 Millionen Impfdosen in Italien, von denen die EU offenbar nichts wusste, passt jedenfalls ins Bild. Nun kann man den Briten schwer vorwerfen, dass sie besser verhandelt haben. Aber natürlich muss die EU im Interesse ihrer Bürger darauf pochen, dass Astrazeneca die ihr gegenüber gemachten Zusagen zumindest halbwegs einhält. Notfalls auch mit dem scharfen Schwert Exportstopp.

Wichtig ist: Der Streit darf kein Dauerzustand werden. Es braucht bald eine einvernehmliche Lösung mit den Briten und Astrazeneca. Manchmal muss man aber erst auf den Tisch hauen, damit einem auch zugehört wird.

Schreiben Sie unserem Autor: Sebastian.Horsch@ovb.net

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