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Meinung

EU-Streit um Obergrenze für Bargeld: Ein Stück Freiheit

Alexander Weber online rahmen
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Alexander Weber
  • VonAlexander Weber
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Nur Bares ist Wahres, hieß es früher, und auch heute noch setzen viele Bürger auf Scheine und Münzen statt Plastik-Kärtchen. Den Vorstoß der EU- Kommission, Bargeldbeträge über 10.000 Euro zu verbieten, sehen sie daher skeptisch.

Nun will Frankreich sogar noch deutlich tiefer mit der Obergrenze gehen und lehnt das Brüsseler Limit strikt ab. Laut Studien von Banken spielt Bar- und Schwarzgeld vor allem bei der Organisierten Kriminalität – etwa im Drogenhandel – oder bei der Korruption eine wichtige Rolle, wenn auch lange nicht so sehr wie gedacht bei der Terrorfinanzierung. Dennoch: In diesen Bereichen könnte eine Bargeldlimitierung von Vorteil sein.

Angst vor dem kompletten Ende des Bargeldes

Der Vorstoß trifft besonders in Deutschland auf Widerstand. In anderen Ländern Europas sind Obergrenzen beim Bargeld schon gang und gebe. Doch der aktuelle Brüsseler Plan wird von vielen Deutschen als Teil eines groß angelegten Versuchs zur kompletten Abschaffung des Bargeldes gesehen – und damit dem Entzug eines wichtigen Stücks Freiheit und Selbstbestimmung.

Das Vertrauen in Banken ist nicht erst seit den Machenschaften in der letzten Finanzkrise angekratzt. Und bei der derzeitigen Nullzinspolitik ist der Sparstrumpf in den Augen vieler nicht der schlechteste Aufbewahrungsort . Eine staatlich verordnete Bargeldobergrenze würde das ohnehin vorhandene Misstrauen eines Teils der Gesellschaft in „die da oben“ weiter befeuern.

Alexander.Weber@ovb.net

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