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Ankündigungen der EU-Kommission: Corona-Kampf, zweiter Versuch

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  • vonAlexander Weber
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Verschütteter Milch nachzuweinen, hilft nichts. Allerdings sollte man schon die richtigen Lehren aus dem Impf-Debakel in der Corona-Pandemie ziehen.

Die Wahrheit ist: Während europäische Forscher – allen voran bei der rheinland-pfälzischen Firma Biontech – absolute Spitzenleistungen erbrachten, indem sie binnen Jahresfrist sichere Impfstoffe gegen Corona entwickelten und hunderttausende Mediziner, Helfer und kommunale Behörden im Dezember in Rekordzeit ganze Impfzentren aus dem Boden stampften, brachte die EU-Kommission durch ihr verspätetes und ungenügendes Ordern von Vakzinen Europa um den möglichen Erfolg. Zwar war der Grundansatz, europäisch für alle 27 Mitgliedstaaten gleichberechtigt Impfstoff zu bestellen, richtig – die Umsetzung war jedoch kläglich.

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Präsidentin Ursula von der Leyen verspricht nun Besserung. Es werden nicht nur weitere Millionen Impfdosen nachbestellt, und Versprechungen gemacht, die Zulassungszeit für Vakzine zu verkürzen sowie mehr Produktionskapazitäten in Europa zu schaffen. Auch das Entdecken neuer Mutanten soll mit viel EU-Geld gefördert werden. Wäre ihre Kommission im letzten Sommer nur nicht so knauserig gewesen! Viel Frust bei den Bürgern und viel Zeit auf dem Weg zur Herdenimmunität wären uns erspart geblieben. Ob diesmal den vollmundigen Ankündigungen von der Leyens auch Taten folgen?

Alexander.Weber@ovb.net

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