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Meinung

Streikgefahr bei der Bahn: Es braut sich was zusammen

Dirk Walter online rahmen
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Dirk Walter
  • Dirk Walter
    VonDirk Walter
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Bei der Bahn eskalieren gerade schrittweise die Dinge. DB und GDL haben es nach einem Dreivierteljahr Verhandlungen nicht geschafft, die Glut eines schwelenden Tarifstreits auszutreten. Jetzt droht Streik – ausgerechnet in den bayerischen Sommerferien könnte es so weit sein.

Es wäre jetzt leicht, ins Klagelied über übermächtige Gewerkschaften und einen maßlosen GDL-Chef einzustimmen – und da ist auch sicherlich was dran, schließlich passen Lohnsteigerungen nicht in eine Zeit, da die Bahn infolge von pandemiebedingten Einnahmeausfällen in Milliardenhöhe erneut mit Steuergeld gepäppelt werden muss.

Die GDL ist ein Machtfaktor bei der Bahn

Klar ist aber auch, dass die Bundesregierung und vor allem die SPD am Krawallkurs des streitbaren Sachsen Weselsky nicht unschuldig sind. Die SPD hatte (als Handlanger des DGB) das Tarifeinheitsgesetz initiiert, um die kleineren Konkurrenzgewerkschaften aus dem Feld zu drängen. Das Gesetz besagt vereinfacht gesagt, dass der Arbeitgeber immer nur mit der größten Mitgliedsgewerkschaft verhandeln muss.

Die DGB-Bahngewerkschaft EVG sollte demzufolge die kleinere GDL verdrängen. Das hat aber nicht geklappt. Die GDL ist einfach ein Machtfaktor bei der Bahn und hat die große Mehrheit der Lokführer auf ihrer Seite. Es wäre schon einiges gewonnen, wenn die Politik das provozierende Gesetz entschärfen würde. Das könnte auch künftige Streikgefahren abwenden.

Dirk.Walter@ovb.net

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