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Meinung

Debatte um Selbstbestimmungsgesetz: Entwürfe mit Sprengkraft

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Marc Beyer
  • vonMarc Beyer
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In einem Alter, in dem modische Verirrungen eher Regel als Ausnahme sind, sollen Jugendliche künftig eine Entscheidung treffen dürfen, die ihr ganzes Leben beeinflussen wird. Sollten die Eltern damit nicht einverstanden sein, kann das Kind das Familiengericht anrufen.

Der Weg zu einer Geschlechtsanpassung, zu chirurgischen Eingriffen und Hormongaben mag nicht gänzlich barrierefrei sein. Aber es sind – zumindest in diesem Entwurf – irritierend niedrige Hürden, wenn man bedenkt, dass es um junge Menschen geht, die vom Leben und seinen Wendungen noch nicht viel wissen.

Eine erstaunliche Koalition hat sich da gebildet. FDP und Grüne, die sonst einiges trennt, haben zwei fast identische Texte eingebracht. Dahinter steht die zunächst begrüßenswerte Absicht, Menschen zu helfen, die in ihrem persönlichen Drama bisher zu wenig Hilfe und Verständnis vom Staat bekommen. Die Umsetzung aber ist zutiefst verstörend. Mit 14 darf man weder wählen noch ein Auto steuern, das Geschlecht aber soll man verändern dürfen.

Es steckt viel Ideologie in diesen Entwürfen, die den Begriff „Geschlecht“ völlig neu definieren. In einem Leitfaden hat die Transgenderbewegung empfohlen, eine offene Debatte möglichst zu vermeiden und unter dem Radar zu bleiben. Aus gutem Grund. Ihr ist immer klar gewesen, welche Sprengkraft das Thema hat. Im Wahlkampf werden auf FDP und Grüne noch unbequeme Fragen zukommen.

Marc.Beyer@ovb.net

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