Einmal mehr sehr zögerlich

Kita-Öffnungen. DIRK WALTER.

Endlich gibt es von der bayerischen Regierung auch ein Signal zu den Jüngsten unserer Gesellschaft, den Kindern in Krippen und Kindergärten. Doch die Öffnung kommt einmal mehr sehr zögerlich. Erneut ist der Freistaat Nachzügler, öffnet später und weniger als in anderen Bundesländern. Manche werden das gut finden. Für die betroffenen Eltern ist es eine nervenzehrende Hängepartie. Erst in vier Wochen (!) soll ein Teil der Gruppen in den Kindergarten zurückkehren. Dabei könnten die nun angemahnten Hygienepläne längst geschrieben sein. Sie sind aber ohnehin nur ein Baustein: Vieles wird vom klugen Alltagshandeln der Erzieher(innen) abhängen.

Leider wiederholt die bayerische Staatsregierung die Fehler, die bei den Schulen gemacht wurden. Für viele Kinder und ihre Eltern gibt es weiterhin keinen Zeitplan, wann sie mit einer Rückkehr in Krippe oder Kindergarten rechnen dürfen. Gewiss kann man gegen eine schnelle Öffnung Sicherheitsbedenken ins Feld führen. Doch wasserdichte Studien über das Infektionsrisiko, das gerade von kleinen Kindern ausgeht, gibt es nicht – und wird es auch in vier Wochen nicht geben. Wenn man darauf wartet, dann braucht man die Kitas auf absehbare Zeit gar nicht mehr zu öffnen.

Dirk.Walter@ovb.net

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