Meinung

Merz will sich in der CDU hinter Laschet einreihen: Ein Mann fürs Kompetenzteam

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  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Es dürfte mittlerweile auch dem verhinderten CDU-Chef Friedrich Merz gedämmert haben, dass seine Twitter-Initiativbewerbung für das Amt des Bundeswirtschaftsministers nicht die klügste Art des Umgangs mit seiner Niederlage auf dem Parteitag war.

Auch wenn die Enttäuschung groß und der Ärger über das Spahn-Foul verständlich war: Die CDU braucht jetzt keine weiteren Revanchefouls. Gut, dass der Sauerländer das nun geradegerückt hat.

Sein Versprechen, er sei bereit, gemeinsam mit Laschet und dem neuen Vorstand Verantwortung zu übernehmen, weist aus Sicht der Partei in die richtige Richtung. Denn die CDU braucht den profilierten Wirtschaftspolitiker Merz. Wenn nicht als zu spontanen Überraschungen neigenden Chef, so doch zumindest als Richtungsgeber auf einem nach der Corona-Pandemie zentralen Feld der politischen Auseinandersetzung mit jenen Parteien, die ein Hineinregieren des Staates in die Unternehmen für segensreich halten und immer weniger Hemmungen haben, das auch ungeniert zu sagen. Sie braucht ihn auch, wenn sie verhindern will, dass sich seine enttäuschten Sympathisanten von der Union abwenden.

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Wer auch immer derjenige sein wird, der für die Union das „Kompetenzteam“ für die Zeit nach Merkel zusammenstellt: Er sollte den 65-Jährigen einbinden. Den Luxus, auf ihn als Minister zu verzichten, konnte sich nur Angela Merkel leisten.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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