Dreikönigstreffen der FDP Liberaler Rufer in der GroKo-Wüste

Dreikönigstreffen der FDP. Liberaler Rufer in der GroKo-Wüste .

ALEXANDER WEBER

Es gibt ein Paradoxon in Deutschland: Seit nunmehr fast fünfzehn Jahren (mit kurzer Unterbrechung) wird das Land von den Volksparteien der Mitte, Union und SPD, regiert – doch immer mehr Menschen dieser politischen Mitte fühlen sich von ihnen nicht mehr repräsentiert und kehren ihnen massenhaft den Rücken. Erstaunlich, dass die liberale Partei von dieser Entfremdung nicht stärker profitieren konnte.

Man kann FDP-Chef Lindner nur zustimmen, wenn er feststellt: In diesem Land tut sich nichts mehr. Die Größe der Herausforderungen steht in umgekehrtem Verhältnis zur Lösungskompetenz. Gerade einmal für die Einführung einer Bonpflicht reicht es noch, beim Bau von Bahnhöfen oder Flughäfen und vielem anderen hat dieses Land seine einstige Stärke verloren. Ja, es geht um Grundsätzliches: die Verteidigung der sozialen Marktwirtschaft gegen die „Von der Wiege bis zur Bahre“-Mentalität der GroKo. Es geht um den Kampf gegen Enteignungs-Phantasien von Grünen-Chef Habeck bis SPD-Strippenzieher Kühnert. Und um Freiheit gegenüber jenen Links- und Rechtsextremen, die das Gewaltmonopol des Staates durchbrechen und Meinungsterror ausüben wollen. Es wäre schön, wenn es mehr Liberale gäbe, die diese Botschaften populär machen könnten. Nicht immer nur Lindner.

Alexander.Weber@ovb.net

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