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Meinung

Löw bleibt Fußball-Bundestrainer: Die Wut wird ins Leere laufen

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Eine Entscheidung, die weitgehend Beifall finden wird, ist die für eine Fortführung des Arbeitsverhältnisses von Joachim Löw als Fußball-Bundestrainer nicht. Denn im Sport herrscht, wenn man in die Diskussionen der Konsumenten hineinhört, ja durchaus das Straf-, Buß- und Sühneprinzip.

Motto: Wer schlecht gearbeitet hat, muss Konsequenzen ziehen – oder es muss von oben für ihn getan werden. Und bei Joachim Löw gab es in den vergangenen zweieinhalb Jahren nun eben eine Häufung von Fehlresultaten. Eine deutsche Nationalmannschaft scheidet nicht in einer WM-Vorrunde aus, sie steigt nicht ab (auch wenn es in einem Wettbewerb namens Nations League war, den niemand wertschätzt), und sie verliert nicht 0:6, egal unter welchen Umständen. Es hätte Anlässe gegeben, die Sache mit ihm zu beenden.

Löw will nicht, dass seine Geschichte mit einem Rücktritt im Corona-Herbst endet, er möchte sich die Chance auf einen würdigen Abschluss bewahren, darum tritt er nicht zurück. Er agiert damit sehr strategisch: Die vertretbaren Alternativen Jürgen Klopp und Hansi Flick sind (noch) nicht verfügbar, und der DFB ist in seiner Spitze viel zu zerstritten, um zu einer einheitlichen Position in der Bundestrainerfrage zu kommen.

Der DFB wollte keine zehrende Woche – darum kam die Löw-Sache schnell vom Tisch. Sind nun ja eh drei Monate Pause. Die Wut der Fans über Löws Verbleib und die unendliche Macht seines Beschützers Oliver Bierhoff wird nach ein paar grummeligen Tagen ins Leere laufen.

Guenter.Klein@ovb.net

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