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Meinung

Immer häufigere Wetter-Extreme: Deutschland muss für den Klimawandel rüsten

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Fassungslos steht Deutschland vor einem nicht für möglich gehaltenen Zerstörungswerk der Natur, vor tausendfachem Leid und Bildern, die die Bundesbürger seit einer Generation nicht mehr gesehen haben.

Genauer: seit 1997 und 2002, als die Flüsse Oder und Elbe zu tödlichen Gewalten wurden. Auch diesmal haben sich viele Umstände auf unglückliche Weise verkettet: eine sehr seltene Wetterlage über einem hügeligen Land, in dem sich abfließende Regenmassen zu reißenden Fluten vereinigt haben. Aber war es wirklich nur das?

Die Wucht der Naturgewalten erfasst den Wahlkampf

Immer mehr Menschen fällt es zu Recht schwer, darin nur eine böse Laune der Natur und nicht auch die Handschrift des Klimawandels zu erkennen. Ganz gleich, wie hoch man dabei den Beitrag des Menschen schätzt.

Jetzt rückt die Nation, das zeichnet sie aus, zusammen, beweint die Toten, hilft den Überlebenden. Aber es wäre naiv zu glauben, dass die Wucht der Katastrophe nicht auch bald den Wahlkampf erfasst. Das ist legitim, doch ist der Grat zwischen notwendiger Debatte und Wahlkampf auf dem Rücken der Opfer schmal. Der Grüne Konstantin von Notiz ist dabei bereits abgerutscht, so wie einst Markus Söder, der nach dem Terror gegen die französische Hauptstadt etwas zu schnell „Paris ändert alles“ twitterte.

Deutschland hat eine besondere Verantwortung

Zentral ist jetzt, dass wir unser Land wetterfest machen, es für Starkregenereignisse rüsten, etwa durch weniger Versiegelung, mehr Rückhalteflächen und Schutzverbauungen, wie sie Bayern nach dem Pfingsthochwasser 1999 in Angriff nahm. Der Streit um die richtige Politik zur Dämpfung der Erderwärmung muss geführt werden, aber ohne Hysterie und Angstmache – davon hatten wir bei Corona schon genug.

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Als reichem Land kommt Deutschland dabei eine besondere Verantwortung zu, doch dürfen wir unsere Macht zur Rettung des Klimas auch nicht überschätzen. Ein heißes Herz genügt nicht: Dieser Kampf ist nur mit kühlem Kopf und einem gemeinsamen Kraftakt aller Erdenbürger zu gewinnen.

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