Meinung

Verkauf durch die Ladentüre mit „Click & Collect“: Der Einzelhandel verdient Solidarität

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  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Für die gebeutelten Einzelhändler ist es ein erster Schritt zum Überleben: Ab heute dürfen sie Bestellungen wieder durch die Ladentür verkaufen. Sie verdienen Solidarität. Deswegen kann man an jeden nur appellieren, diesen Service nun auch in Anspruch zu nehmen.

Es gibt kein Argument mehr, allein auf die Online-Riesen zu setzen. Im Gegenteil: Die Bestellung vor Ort kann man für einen Spaziergang an der frischen Luft in die Innenstädte nutzen. Der Handelsverband Deutschland befürchtet, dass 50 000 der 450 000 Läden den Corona-Tod sterben könnten. Es liegt an den Konsumenten, ob es so schlimm kommt. Mit jeder Order daheim tragen wir dazu bei, wie bunt unsere Zentren nach der Pandemie sind.

Einen Überblick über „Click & Collect“ in der Region finden Sie hier.

„Click & collect“ darf aber nur ein erster Schritt sein. Die Politik sollte darüber nachdenken, den Einzelhandel schrittweise wieder zu öffnen. Die Einkaufsmärkte sind voll, für viele sind sie derzeit eine willkommene Abwechslung im Lockdown. In den kleinen Läden besteht eine eher geringere Ansteckungsgefahr. Hygienekonzepte sind hier leichter umzusetzen.

Mit der Öffnung wäre eine große Ungerechtigkeit beseitigt. Große Märkte verkaufen Bücher, Parfüm, Schreibwaren und Kleidung – während der eingesessene Geschäftsmann nebenan nicht aufsperren darf.

Hans.Moritz@ovb.net

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