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Meinung

Debatte um Klimaschutz: Europa kämpft allein

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
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Die zeitliche Überschneidung ist Zufall: Wenn Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen heute (14. Juli) die ambitionierten Klimaziele der EU vorstellt, befindet sich Angela Merkel auf dem Weg in die USA.

Die sind unter Joe Biden zwar wieder in den Kreis der engeren Freunde gerückt, doch der „liebe Joe“ wird der „lieben Angela“ vermutlich mieilen, dass sein Spielraum beim Klimaschutz höchst begrenzt ist. Zwar bekennen sich die USA – immerhin – wieder zum Pariser Abkommen, doch dem US-Präsidenten sitzt weiter der ungebrochen agile Donald Trump im Rücken. Und bereits beim Afghanistan- Abzug hat der Machtpolitiker Biden gezeigt, dass er notfalls auch gegen besseres Wissen entscheidet.

Hiesige Wirtschaft klagt über Belastungen durch Energiewende

Die EU ist in Sachen Klimaschutz also weitgehend auf sich gestellt, was die Diskussion über das Paket aus zwölf Gesetzesvorschlägen bestimmen dürfte. Natürlich häen die Umweltschützer gerne mehr – aber was hilft die ambitionierteste EU, wenn China, Indien (und, ja, auch die USA) am Ende die Gewinner der strengen europäischen Vorgaben sind. Schon jetzt klagt die hiesige Wirtschaft über hohe Strompreise, eine Folge der ambitionierten Energiewende, der irgendwie keiner folgen mag.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Wichtig ist, dass Klimaschutz nicht über Verbote funktioniert, sondern stadessen technische Innovation forciert. Man muss nicht weg vom Verbrenner, wenn es sta Diesel und Benzin saubere Kraftstoffe gibt. Gleiches gilt natürlich für den Flugverkehr oder Industrieproduktion mit hohem Energieaufwand. Dass die lange zögerliche (Auto-)Industrie dies durch den Druck der Umweltschützer selbst erkannt hat, ist die vielleicht beste Nachricht.

Mike.Schier@ovb.net

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