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Debatte um Erbschaftssteuer: Die Freibeträge gehören angepasst

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier
  • Marinus Obermaier
    VonMarinus Obermaier
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Die Erbschaftssteuer wird mitunter auch – wenig charmant – als „Dummensteuer“ bezeichnet.

Wer früh mit Schenkungen beginnt, allerlei Kniffe einzusetzen weiß oder am besten so viel Geld besitzt, dass Steuerberater gleich die ganze nervige Arbeit für ihn erledigen, wird sich auch nach dem Jahreswechsel 2023 trickreich um allzu hohe Abgaben drücken können. Andere, zum Beispiel die Nachfahren normaler Senioren, die einfach in ihrem hart erarbeiteten und ersparten Häuschen wohnten, dürfte es bald hart treffen: Die Steuern auf vererbte Eigenheime werden ab Januar teils deutlich steigen. Gerade in einer Region wie Oberbayern, wo selbst kleine Wohnungen oder einfachste Häuser ohne eigenes Zutun ein mittleres Vermögen wert sind, ist das ein Riesenthema.

Deshalb ist es völlig richtig, wenn Bayerns Finanzminister Albert Füracker und jetzt auch sein Berliner Kollege Christian Lindner über höhere Freibeträge nachdenken. Betroffen sind in unserer Region eben nicht nur Superreiche oder Besitzer ganzer Mietblocks – sondern schlicht fast jeder im Mittelstand. Die SPD geht deshalb mit ihrer Ablehnung elf Monate vor der Landtagswahl einen politisch mutigen Weg – erst recht in den ländlichen Regionen, wo besonders viele Häuslebauer leben. Vermutlich weiß Lindner sehr gut, dass er sich in der Ampel mit seinem Anliegen die Zähne ausbeißen würde – deshalb sein freundlicher Hinweis an Bayern, eine Initiative im Bundesrat zu starten. Eine massive Anhebung der Freibeträge über Nacht ist auch dort unrealistisch. Doch seit 13 Jahren wurden sie nicht einmal moderat angepasst – angesichts der Wertentwicklung ein Skandal.

Mike.Schier@ovb.net

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