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Meinung

Debatte über Corona-Impflicht: Noch gibt es Alternativen

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Marc Beyer
  • VonMarc Beyer
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Hubschrauber, die flüssigen Impfstoff über Demonstranten versprühen, und Impf-Agenten, die mit gezückten Spritzen unter Kanaldeckeln lauern – selbst für Corona-Verhältnisse sind es ungewöhnlich bizarre Befürchtungen, die zuletzt in Österreich die Runde machten.

Seit dort ein Lockdown verfügt und eine allgemeine Impfpflicht angekündigt wurde, hat die Hysterie noch mal ein ganz neues Niveau erreicht. Das verheißt nichts Gutes für Deutschland, wo die Debatte um die Impfpflicht gerade erst in Fahrt gekommen ist.

Impfpflicht ist das schärfste Schwert

Wenn kein Argument und keine Kampagne wirkt, ist es angesichts der dramatischen Zahlen nicht nur konsequent, den Druck zu erhöhen, sondern zwingend geboten. Das kann sehr wohl eine Impfpflicht bedeuten. Bevor aber das schärfste Schwert geschwungen wird, sollten alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein. Noch gibt es sie.

In immer mehr Bundesländern dürfte bald der Einzelhandel Geimpften und Genesenen vorbehalten sein. Auch Zugangsverbote bei Friseuren sind eine simple, aber empfindliche Einschränkung für Ungeimpfte.

Wirksamkeit und Sprengkraft gleichermaßen

Juristisch hat die Impfpflicht noch einen langen Weg vor sich. Die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme dürfte am Ende groß sein, aber die gesellschaftliche Sprengkraft eben auch. Vorher alle, wirklich alle schonenderen Eingriffe versucht zu haben, wird der Politik nicht erspart bleiben.

Marc.Beyer@ovb.net

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