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Meinung

Mehr Freiheit für die Länder bei den Corona-Impfungen

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  • VonSebastian Horsch
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Die Woche beginnt mit einer guten Nachricht: Bayern führt die deutsche Impftabelle an. Mit 5,21 Prozent geimpfter Bürger ist der Wert aber auch im Freistaat ausbaufähig. Nicht zuletzt, weil die Astrazeneca-Impfungen weiter stocken. Zig tausende Dosen bleiben liegen.

Schon in der vorvergangenen Woche signalisierte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek deshalb, dass er übrige Astrazeneca-Impfungen an Menschen abgeben möchte, die sie wollen, aber eigentlich noch nicht dran sind. Inzwischen unterstützen auch andere Länder diesen Kurs. Weil aber alles bundeseinheitlich laufen soll, wird nun erst einmal das Treffen am Mittwoch mit der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten abgewartet.

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Auch bei der Frage, wann die Hausärzte beim Impfen einsteigen, verweist der Freistaat auf Berlin. Erst einmal müsse die Nationale Impfstrategie angepasst werden. Während im Wettlauf mit dem Virus und seinen Mutationen jeder Tag zählt, hält die Politik an zähen Abläufen fest. Doch statt starrer Mechanismen braucht es nun endlich viel mehr Pragmatismus beim Impfen.

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Wenn der Bund in den kommenden Wochen und Monaten deutlich mehr Impfstoff verteilt, wird entscheidend sein, wie viel Tempo die Länder zulegen können. Sie sind dafür verantwortlich, dass das Mittel schnellstmöglich zu den Menschen kommt. Braucht Bayern dazu seine Hausärzte früher oder muss die Impfreihenfolge variieren, darf es doch nicht abwarten müssen, bis Brandenburg und das Kanzleramt auch überzeugt sind. Die Länder brauchen in der heißen Phase der Impfungen nun die Freiheit und den Mut, solche Fragen selbst schnell und flexibel zu entscheiden. Denn wenn es um Leben geht, ist Tempo wichtiger als Einheitlichkeit.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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