Coronavirus-Fall in Bayern Noch kein Grund zur Panik

Coronavirus-Fall in Bayern. Noch kein Grund zur Panik .

SEBASTIAN HORSCH

Das Coronavirus ist in Bayern angekommen. Im Landkreis Starnberg wurde ein Mann von einer chinesischen Kollegin angesteckt. Der Fall zeigt, wie schwer es ist, sich in globalisierten Zeiten vom Rest der Welt abzuschotten. Ein Grund zur Panik ist er aber noch nicht.

Für Experten ist die Ankunft des Virus angesichts der vielen Berührungen zwischen Deutschen und Chinesen keine Überraschung. Wer sich ständig gegenseitig besucht, steckt sich eben auch mal an. Entscheidend ist der Umgang mit der Erkrankung. Und deutsche Notaufnahmen und Intensivstationen sind gut vorbereitet. Dazu kommt, dass das Virus schnell identifiziert werden kann. Schon innerhalb von vier bis fünf Stunden bringt ein Test Klarheit. So können Erkrankte früh erkannt und isoliert werden. Bedenkt man obendrein, dass bei Grippewellen in Deutschland circa 20 000 Menschen sterben, stellt sich die Frage, ob man sich nicht eher darüber Sorgen machen sollte. Noch sind Impfungen möglich.

Natürlich wäre es falsch, die Gefahr herunterzuspielen. Es geht beim Coronavirus um einen gefährlichen Erreger, gegen den jeder Vorsichtsmaßnahmen treffen sollte. Sich von schniefenden Zeitgenossen fernzuhalten, gehört genauso dazu, wie regelmäßiges Händewaschen. Denn welches Ausmaß die Krankheit annehmen kann, wenn sie entfesselt ist, kann man derzeit in China beobachten. Doch auch wenn die Beschwichtigungen der dortigen Führung die Chinesen zu Recht misstrauisch machen: Dass die Verantwortlichen in Deutschland die derzeitige Lage im Griff haben, darf man ihnen glauben.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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