„Coronaferien“ Schulfrei – aber nicht lernfrei

„Coronaferien“. Schulfrei – aber nicht lernfrei .

DIRK WALTER

Nun also doch – in Bayern wird es wohl großflächige Schulschließungen geben. Für die Schüler und Eltern stehen womöglich fünf Wochen schulfreie Zeit bevor. Das ist eine Bewährungsprobe für alle. Dennoch ist die Maßnahme gerechtfertigt. Bayern, besonders Oberbayern, ist ein „Hotspot“ bei dieser Virusinfektion. In Zeiten, in denen sich selbst der Landtag Besprechungen nur noch in größtmöglichen Räumen abhält, sind Schülerzusammenballungen in engen Klassenzimmern nicht vermittelbar.

Es ist klar, dass die Schließungen genau geplant werden müssen, insbesondere die Betreuung jüngerer Schüler. Hier sollten auch die Arbeitgeber gegenüber Eltern größtmögliche Flexibilität und Großzügigkeit zeigen. Und die Schüler selbst? Sie sollten sich nicht täuschen: Der Begriff Coronaferien führt in die Irre (sollte es wenigstens): Die schulfreie Zeit ist nicht mit purer Freizeit zu verwechseln. Wenn es gut läuft, werden sie von ihren Lehrern mit Aufgaben eingedeckt werden. Das ist jetzt auch die Bewährungsprobe für die viel gepriesene Digitalisierung der Schulwelt, die im Hightech-Land Bayern leider erst am Anfang steht. Und tatsächlich hakt es wohl schon bei der digitalen Lernplattform mebis, die das Kultusministerium entwickelt hat. Das fiese Virus ist selbst hier gnadenlos.

Dirk.Walter@ovb.net

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