Meinung

Lockdown bis 10. Januar verlängert: Corona – zu listig für den Wellenbrecher

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  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Hinterher ist man immer klüger. Das Coronavirus hat sich als zu listig für den Wellenbrecher-Lockdown erwiesen. Nach fünf Wochen „Teil-Lockdown“ steuert die Politik erneut hektisch nach. Jetzt soll das Leben in Deutschland also bis zum 10. Januar weitgehend ruhen. Mindestens.

Den Politikern ist nicht vorzuwerfen, dass sie – anders als die Kollegen in anderen, härter betroffenen Ländern – auf drakonische Maßnahmen, gar Ausgangssperren, verzichtet haben, als die zweite Welle anrollte. Die Versäumnisse liegen schon länger zurück: Bis heute gibt es keine verbindlichen Schutzkonzepte für die Alten- und Pflegeheime, in die das Virus gerade mit Macht hineinbricht, mit leider tödlichen Folgen. Regelmäßige verpflichtende Schnelltests für Pfleger, Besuchsmöglichkeit nur mit vorgeschaltetem Schnelltest, all das ist im Sommer vertrödelt worden.

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Vor allem wurden in den Schulen nicht alle Lehrer darauf verpflichtet, im Notfall jederzeit auf digitalen Unterricht umsteigen zu können, jedenfalls bei Kindern nach dem Grundschulalter. Weil die Politik das den Rektoren und Kommunen überließ, die mit sehr unterschiedlichem Engagement an die Sache herangingen, mussten, als die Infektionszahlen wieder stiegen, die weiterführenden Schulen geöffnet bleiben, zur Freude des Virus.

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Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem Schul-Lockdown vom 19. Dezember bis 10. Januar, sprich den (verlängerten) Ferien. Dann sollten die Zahlen endlich stärker sinken. Klar ist: Mit noch strengeren, im Einzelfall auch unsinnigen Beschränkungen des Privatlebens der Menschen sind im Kampf gegen Corona kaum weitere Erfolge zu erwarten. Mit Langlaufverboten und Co. wird Markus Söder das Virus nicht sehr beeindrucken.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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