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Meinung

Corona - neue Impfanreize: Wir sollten uns den Spott sparen

Christian Deutschländer online rahmen
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Christian Deutschländer
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
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Eine Bratwurst als Belohnung löst einen Impf-Ansturm in einer Südthüringer Kleinstadt aus: 250 Menschen haben sich an einem Tag Dosis & Mahlzeit abgeholt. 

Und halb Deutschland macht sich lustig über diese angeblichen Provinzler und ihr Lockangebot. Haha, ist das nicht spaßig? Nein: Was für eine unangemessene Arroganz!

Die Thüringer Brat-Episode erzählt uns etwas über das soziologische Dunkelfeld der Nicht-Geimpften. Die Debatte konzentriert sich, auch wegen Aiwanger, auf Menschen, die eine Impfung bewusst ablehnen. Dieser individuelle Beschluss ist schade, doch am Ende ohne Wenn und Aber zu respektieren. Der Anteil dürfte allerdings gar nicht so groß sein. Wichtiger ist die Gruppe derer, die sich unsicher sind; die praktische Hindernisse sehen, zum Impfzentrum zu kommen, und sei es der Preis fürs Busticket. Familien, für die es einen Unterschied macht, ob sie eine warme Mahlzeit gestellt bekommen, weil sie jeden Euro dreimal umdrehen müssen – haben die Spott, Häme, Belehrungen verdient, wenn sie sich nun dank des Begleitanreizes für einen Impfschutz entscheiden?

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Der Weg aus der Pandemie wird auch über kreative Impf-Ideen führen. Noch mehr, als viele bisher glauben: niederschwellig, mit Anreizen, in Gruppen- und Familienverbünden. Vielleicht am Ende auch mit einer Prämie – Corona soll keine Krankheit sozial schwacher Schichten werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen solcher Aktionen ist übrigens ein Vielfaches höher als die Kosten.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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