Corona macht Gläubige kreativ

Fronleichnam – ganz anders. CLAUDIA MÖLLERS.

So ist es zur Zeit: Corona erschwert auch kirchliche Feiern. Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt – alle prächtigen Kirchenfeste konnten nur im stillen Kämmerlein daheim stattfinden, seit einiger Zeit in Kirchen mit einem kleinen Häufchen Gläubigen. Ähnliches steht nun auch dem Fronleichnamsfest bevor. Die prächtigen Prozessionen durch die Orte, die traditionell von hunderten, manchmal tausenden Menschen besucht, begleitet und bestaunt werden, sind nicht erlaubt.

Alles wurde in die Kirchen verlegt. Auch dort herrscht strenge Teilnehmerzahl-Begrenzung. Doch mit etwas Ideenreichtum kann das Kirchenfest, das den Menschen in Bayern immerhin auch einen Feiertag schenkt, trotzdem in der Öffentlichkeit auftauchen. In Waakirchen und Schaftlach (Kreis Miesbach) sind die Menschen zu einer persönlichen Prozession entlang der bekannten Stationen eingeladen. Im Germering zieht der Pfarrer allein mit der Monstranz durch die Stadt, zu den einzelnen Stationen, die von den Gläubigen hergerichtet werden. Vom Fenster und den Haustüren aus können die Menschen den Segen empfangen. Wunderbare Ideen, die etwas von der Lebendigkeit des Glaubenslebens zeigen. Wir können mehr davon gebrauchen.

Claudia.Moellers@ovb.net

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