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Meinung

Nach einem Jahr mit der Corona-Pandemie braucht es neue Wege, weil die Menschen verzweifeln

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Mike Schier.
  • Mike Schier
    vonMike Schier
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Die Bund-Länder-Konferenz muss im Kampf gegen das Corona-Virus vielleicht vom starren Festhalten an den Inzidenzzahlen weg kommen und einige Öffnungen erlauben.

Die überflüssigste Bemerkung dieser Tage kam mal wieder von Saskia Esken. Sie habe ja Verständnis für die „Frühlingsgefühle“ der Menschen, twitterte die SPD-Chefin am Wochenende, aber ein schärferer Lockdown müsse leider sein. Möglich, dass außer Esken auch andere Menschen bei 0 Grad und Schneegriesel Frühlingsgefühle entwickeln – aber ein Jahr Corona hat viele Bürger eher an den Rand der Verzweiflung gebracht. Und manche Politiker, die ihr Einkommen sicher haben, trotz Lockdowns nach Berlin pendeln oder zu irgendwelchen Talkshows fahren, scheinen das nicht verstehen zu wollen.

Wachsender Corona-Frust

Der wachsende Frust spiegelt sich auch in den immer kontroverseren Debatten um die Maßnahmen wider – sogar in der CSU leisten sich manche inzwischen eine andere Meinung als Markus Söder. Die Ungeduld entlädt sich, weil man am Beginn der dritten Welle kaum weiter ist als zu Beginn der zweiten: zu wenig Impfstoff, zu wenige Schnelltests und zu wenig Erkenntnis, wo sich die Menschen überhaupt anstecken. Deshalb wird wieder ab Inzidenz xy wahllos zugemacht, auch wenn man bezweifeln darf, dass sich viele in Museen, Tierparks oder im Einzelhandel infizieren, solange Masken- und Abstandsregeln sowie Hygienekonzepte eingehalten werden.

Zur Wahrheit gehört aber: Auch den meisten anderen Ländern Europas fällt nicht mehr ein, als hilflos zwischen den verschiedenen Lockdown-Stufen hin- und herzupendeln. Wichtig wäre jedoch, die Maßnahmen in zwei Wochen genau zu prüfen. Wenn die Impfung der Ältesten die Zahlen der Intensivfälle und Todesopfer – trotz Mutation – deutlich reduzieren sollte, muss man die Fixierung auf die Inzidenz ganz grundsätzlich überdenken.

Schreiben Sie unserem Autor: Mike.Schier@ovb.net

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