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Börsenhoch trotz Corona: Das Leben belohnt die Mutigen

GEORG ANASTASIADIS
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Nerven wie Drahtseile benötigten Aktienbesitzer im Corona-Jahr 2020, aber am Ende war es wie so oft: Das Leben belohnt die Mutigen.

Wer den zwischenzeitlichen Absturz von 40 Prozent einfach aussaß, darf sich jetzt über einen Jahresgewinn von durchschnittlich vier Prozent freuen, wenn der Anlageschwerpunkt auf deutschen Aktien lag. Oder über 37 Prozent, wenn vorwiegend amerikanische Technologieaktien im Depot lagen.

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Die Frage, ob sich ein Einstieg jetzt noch lohnt, stellt sich nicht, wenn der Anlagezeitraum, natürlich auch abhängig vom persönlichen Lebensalter, lang genug gewählt und nur ein Teil des Ersparten in Aktien investiert ist. Auch wenn es manchmal schaukelt an der Börse – und das wird es gewiss auch 2021 tun –, ist die Beteiligung am Erfolg von Unternehmen langfristig die beste Art mitzuverdienen. Und wer in schlechten Zeiten keine Aktien besitzt, hat sie auch in guten Zeiten nicht.

Die großen Trends werden auch 2021 fortbestehen: Um die gewaltigen Corona-Defizite der Staaten zu finanzieren, werden die Notenbanken Geld schöpfen und die Zinsen niedrig, meist sogar unter null halten. Ein solches Umfeld ist günstig für Dividendentitel. Ob im neuen Jahr die alten Favoriten auch die neuen sein werden oder ob die Corona-Verlierer von 2020 die Sieger von 2021 sind, muss sich erst noch zeigen. Geldanleger machen aber gewiss keinen Fehler, wenn sie sich nicht nur auf deutsche und europäische Aktien konzentrieren, die schon in diesem Jahr hinterherhinkten, sondern auch auf die deutlich wachstumsstärkeren asiatischen und amerikanischen Märkte setzen.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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