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Meinung

Cem Özdemir wird Bundes-Landwirtschaftsminister: der richtige Mann im falschen Ressort

Marcus Mäckler online rahmen
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Marcus Mäckler
  • Marcus Mäckler
    VonMarcus Mäckler
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Der Rumpel-Modus ist den Grünen ja inzwischen bekannt. Im Wahlkampf lief es schon nicht rund, bei der Ämterverteilung rauften sich die zwei Lager jetzt so heftig wie lange nicht. Nun fühlen sich Parteilinke gedemütigt und zürnen den Realos, die unbedingt Cem Özdemir ins Kabinett hieven wollten. Diversität predigen, bis es um die Pöstchen geht – das wird hängen bleiben.

Dabei kann es keinen Zweifel daran geben, dass die Entscheidung für Özdemir im Prinzip klug und richtig ist. Er ist die Verkörperung einer gelungenen Einwanderungsgeschichte und ein Vorbild für viele türkischstämmige Deutsche, die bisher so ihre Zweifel haen, ob ihr Weg sie wirklich bis ganz nach oben führen kann. Dass man ihn, um andere Wünsche zu bedienen, nun ausgerechnet im Agrarministerium parkt, wirkt aber seltsam beliebig.

Früher galt Özdemir, der sich ohne Scheu schon mit Kalibern wie Erdogan anlegte, mal als Kandidat für das Auswärtige Amt. Dort sitzt aber, auf eigenen Wunsch, bald die Irgendwie-Völkerrechtlerin Annalena Baerbock. Anders herum wären die Grünen womöglich besser bedient.

Einen interessanten Nebeneffekt hat die Entscheidung für Özdemir – und gegen Anton Hofreiter: Im nächsten Kabinett wird, Stand jetzt, kein einziger Bayer sitzen. Das macht den Anti-Ampel-Kurs für Ministerpräsident Markus Söder umso leichter. Kürzlich rief er schon den „freien Süden“ aus. Prognose: Wer das schon scharf fand, wird sich noch wundern.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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