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Meinung

Grüne Landesliste im Saarland nicht bei der Bundestagswahl: Ärgerlicher Dogmatismus

Marcus Mäckler online rahmen
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Marcus Mäckler

Steile These: Das Saarland wird die Bundestagswahl nicht entscheiden – nicht mal im Fall der Grünen, denen nun wohl ein paar Zweitstimmen flötengehen. Der Streit um die dubios zustande gekommene und nun ausgeschlossene grüne Landesliste offenbart etwas ganz anderes.

Sechs Wochen vor der Wahl stolpert die Partei mit dem wichtigsten Thema (Klima) und der frischesten Kandidatin (Baerbock) zusehends über den eigenen Dogmatismus.

Das ist tragisch und folgerichtig zugleich: Männer spielen im grünen Koordinatensystem eben allenfalls die zweite Geige, weshalb man sie – wie im Saarland – als Spitzenkandidaten absägen oder – wie kürzlich bei Twitter – zur Illustration eines arg veronicaferreshaften „Power-Frauen-Feminismus“ einfach aus einem Foto schneiden darf.

Grüne müssen mehr als die engste Kernwählerschaft ansprechen

Man muss der Partei deshalb nicht per se „Männerfeindlichkeit“ attestieren, wohl aber ein arg schräges Verständnis von Gleichberechtigung. Was wohl los wäre, wenn Union oder FDP auf diese Weise Frauen aussortieren würden?

Streits wie die um eine „falsch“, weil männlich geführte Landesliste, die Nutzung des toxischen „N-Worts“ oder Indianerkostüme mögen die engste Kernwählerschaft ansprechen. Dort, wo die Grünen hinwollen, also in der Breite, entsteht aber ein anderer Eindruck: Es wächst das Gefühl, dass die Partei, die dem Land frischen Atem einhauchen will, bisweilen einen neuen, biederen Muff verbreitet. Die Grünen schaden damit in erster Linie sich selbst.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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