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Meinung

Brücke im Nebel: Armin Laschets „Brücken-Lockdown“ beschreibt Bekanntes und lässt Wichtiges offen

Christian Deutschländer online rahmen
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Christian Deutschländer
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
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Die Debatte über einen neuen Lockdown oder einen Brücken-Lockdown sind keine neuen Ideen. Außerdem fehlen den Menschen nach wie vor Antworten auf wichtige Fragen.

Im Münchner Impfzentrum hängt an den tristen Messewänden eine wunderbare Kinderzeichnung. „Corona soll verschwinden!“, hat eine Schülerin gekrakelt und kleine durchgestrichene Viren gemalt. Oh ja! Wie wahr, gerade an diesem Ort! Denn falls Corona verschwindet, dann nur dank der Impfungen. Alle anderen Maßnahmen sind Notlösungen, beklemmend analog. Das gilt auch für Armin Laschets Brücken-Lockdown. Der CDU-Chef hat ein neues Wort erfunden (nach ausgedehntem Nachdenken), das nur die alten Mittel umschreibt: runterfahren, Kontakte reduzieren, die längst vereinbarte Notbremse halt.

Falsch ist das nicht. Erneut scharf zu bremsen, wird notwendig sein, denn aller Erfahrung nach werden binnen zehn Tagen Infektions- und Patientenzahlen gefährlich steigen. Das Problem ist der Nebel an der Brücke. Zwei, drei Wochen sind akzeptabel, vor allem bei den Schulen ist Vorsicht dringend nötig. Doch das Fernziel, „bis genügend Menschen geimpft sind“, lässt Dunkles erahnen. Noch fehlt jeder Konsens, wie viele Bürger welchen Alters sicher sein müssen, um massiv lockern zu können.

Nochmal Geduld also. Das ist vielen Leuten vermittelbar, aber nicht mehr sehr lang. Das Impftempo zieht zwar spürbar an, die Organisation klappt meist. Doch noch immer fehlen Millionen Dosen. Jetzt rächt sich die fatale Fehleinschätzung der EU beim Impfstoff-Einkauf. Hätte Brüssel so schwungvoll bestellt, wie dort jetzt das Versagen schöngeredet wird, wäre Europa im April aus dem Gröbsten draußen. Laschets „Brücke“ ist leider vor allem ein Leyen-Lockdown. Das macht’s nicht erträglicher.

Schreiben Sie unserem Autor: Christian.Deutschlaender@ovb.net

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