Biden, Trump und die Corona-Krise Munition für die Demokraten

Biden, Trump und die Corona-Krise. Munition für die Demokraten .

FRIEDEMANN DIEDERICHS

Bernie Sanders mag noch auf Wunder hoffen. Doch seit Dienstagabend gibt es so gut wie keine Zweifel mehr, dass der Herausforderer von Donald Trump im November Joe Biden heißen wird. Die jüngsten Erfolge des Ex-Vizepräsidenten haben eine politische Weisheit bestätigt: Der Trend ist dein Freund. Nach dem Vorwahlstart bereits abgeschrieben, hat Biden ein glanzvolles Comeback gefeiert und nun Sanders an den Rand der Aufgabe gedrängt. Das ist für Trump eine denkbar schlechte Nachricht. Biden kann – anders als Sanders – mit seiner maßvollen Politik der Mitte Wechselwähler ansprechen, die 2016 ins Republikaner-Lager gewechselt waren und nun Gründe suchen, wieder demokratisch zu wählen.

Einer dieser Gründe liegt mit Blick auf die Corona-Krise auf der Hand. Trump hat die Bedrohung denkbar schlecht gemanagt. Vieles spricht sogar dafür, dass das Weiße Haus die Testkriterien extrem verengte, um die Diagnosezahlen künstlich niedrig zu halten. Und Trump hat die Herausforderung zunächst verniedlicht und verharmlost. Dies allein sollte seine Abwahl rechtfertigen. Die Demokraten haben also jede Menge Munition für den Wahlkampf. Und Amerikas Jugend, die sich mehrheitlich hinter Sanders gestellt hat, wäre gut beraten, Biden zu unterstützen und im November nicht zuhause zu bleiben. Am Ende wird jener Bewerber gewinnen, der es schafft, die meisten seiner Unterstützer zu mobilisieren.

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