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MEINUNG

Welle 3 und die „Notbremse“: Besser machen statt nur dichtmachen

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  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
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Die Inzidenzen steigen, die dritte Welle läuft, sie wird diesmal gefährlich sein für die ungeimpften Generationen unter 70, 80. Die niedrige Hospitalisierung und die sinkenden Todeszahlen – um zwei bis sechs Wochen zeitversetzt – reflektieren noch den Bruch der zweiten Welle, sind also leider ein Stück trügerisch. In den Osterferien wird die 100er-Grenze durchbrochen. Das Land braucht jetzt keine Panik, keinen Augen-zu-alles-zu-Reflex, sondern kluge, differenziertere Beschlüsse.

Die Notbremse aus der Ministerpräsidenten-Runde weist die Richtung, aber nicht den Weg. Viel Homeoffice sollte bleiben. Aber der Einzelhandel muss nicht mehr überall geschlossen werden. Die Datenlage genügt nicht fürs Total-Schließen. Im zweiten Jahr Pandemie können die Leute selbst entscheiden, für wie riskant sie den Schuhladen halten. Mit strengen Limits und tagesaktuellen Tests ist sogar an Kultur zu denken. Auch der Rückfall in die Kontaktregel „Haushalt plus eins“ wird nicht funktionieren. Die Menschen halten sich schlicht nicht mehr daran.

Für die Schulen braucht’s aber ein klares Konzept, kein Durchwursteln. Die Inzidenzen der Jüngsten schnellen nach oben, sie tragen das Virus in die Familien, in alle Generationen. Reduzierter Präsenzunterricht ist wichtig für Grund- und Förderschulen, extrem sogar für bildungsferne Schichten. Für weiterführende Schulen gilt: Über 100 lieber Distanzbetrieb, dazu ein Eilprojekt Bildung: Alle Lehrer durchimpfen, Testkonzepte sicher umsetzen (statt nur ankündigen), stärker auf die vielerorts vertrödelten Luftreiniger setzen. Bayern sollte in der Schule den Ehrgeiz zurückgewinnen, es besser als alle zu machen.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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