Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Befristete Tempo-Limits: FDP muss auf die Bremse treten

Tempo-100-Schild .(Symbolbild)
+
Der ACE fordert ein temporäres Tempolimit von 100 km/h auf den Autobahnen. (Symbolbild)
  • Wolfgang Hauskrecht
    VonWolfgang Hauskrecht
    schließen

Das ZDF-Politbarometer, nur wenige Tage alt, spricht eine klare Sprache: Jeder zweite Deutsche befürwortet ein generelles Tempolimit, weitere 25 Prozent ein befristetes, um Kraftstoff zu sparen.

Drei von vier Deutschen wären also bereit, zumindest in Kriegszeiten auf die Bremse zu treten – nur die FDP steht weiter auf dem Gaspedal.

Aus FDP-Sicht mag das verständlich sein, denn jeder zweite Limitgegner ist laut der Umfrage FDP-Anhänger. Klientelpolitik passt aber gerade so gar nicht in die Zeit. Unabhängig werden von russischen Energien ist das Thema, und zwar mit allen verfügbaren Mitteln. Natürlich kann ein Tempolimit das Problem nicht lösen, aber im Gegensatz zu Flüssiggas oder Fracking ist es sofort zu haben.

Laut der Hochschule München ließen sich bei Tempo 130 in drei Monaten 200 Millionen Liter Benzin auf Deutschlands Autobahnen sparen, weitere 145 Millionen bei Tempo 80 auf den Bundes- und Landstraßen. 345 Millionen Liter in drei Monaten – das ist schon etwas mehr Effekt als „gleich null“, wie FDP-Fraktionschef Christian Dürr unkte. Ein Tempolimit schränkt niemanden ernsthaft ein und ist sogar Pendlerfreundlich, weil es Staus verringert. Was bitte schön spricht also in dieser Krisenlage dagegen?

Noch einmal: Es geht um zeitlich befristete Limits. Ob drei Monate oder länger – niemand weiß, wie lange der Ukraine-Krieg dauert und wie schnell wir Ersatz für russische Energieträger finden. Ob wir uns eines Tages als letztes Land Europas endgültig von der freien Fahrt verabschieden, ist eine Entscheidung, die nicht jetzt ansteht. Der Fingerzeig der FDP auf den Koalitionsvertrag ist also müßig.

Kommentare