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Meinung

Bahn-Verkehr in Bayern: Die Lehren aus dem Neun-Euro-Ticket 

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
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Claus Weselsky hat sich als Chef der Lokomotivführer- Gewerkschaft schon viele Freunde gemacht. Diese Woche irritierte er nun mit seiner Argumentation gegen das Neun-Euro-Ticket.

Das Angebot habe „zusätzlichen Verkehr in die Eisenbahn hineingebracht, zusätzliche Reisenden-Anstürme“. Dem System tue das nicht gut. „Jetzt sind wir zusätzlich noch völlig überlastet.“ Es klang so, als sei der Mann von der Bahn über jeden heilfroh, der lieber mit dem Auto fährt. Das ist der falsche Ansatz!

Doch natürlich täte man Weselsky ein wenig Unrecht, wenn man ihn auf diese Sätze reduziert. Denn es stimmt ja: Die Infrastruktur der Bahn – zumindest jenseits der großen Städte – weist enormen Sanierungsbedarf auf. Und billige Tickets alleine helfen da erst mal nicht weiter. Doch die ersten beiden Monate Neun-Euro-Ticket zeigen, welch großer Markt für einen bezahlbaren ÖPNV gerade in Bayern vorhanden wäre. Stichwort: Verkehrswende! Bahnchef Richard Lutz hat aus dem insgesamt wenig erfreulichen Treffen zur Stammstrecke hoffentlich die Erkenntnis mitgenommen, dass im Freistaat die Geduld endlich ist. Verkehrsminister Christian Bernreiter sollte hartnäckig bleiben – sowohl bei Projekten am Land als auch im S-Bahn-Bereich. Wie es ginge, sieht man in der U-Bahn, die erstaunlich reibungslos funktioniert.

Klar ist: Mit neun Euro im Monat lässt sich kein System dauerhaft finanzieren. Trotzdem sollte das Sonder-Ticket einen Nachfolger finden. Mit halbwegs bezahlbarem Preis und vor allem einfachen Strukturen. Denn jenseits aller Infrastruktur-Probleme gilt: Wer – anders als Weselsky – wirklich mehr Menschen für Bus und Bahn begeistern will, muss den Tarif-Dschungel beenden.

Mike.Schier@ovb.net

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