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Meinung

Austritts-Zahlen sorgen für Schock: Wiederaufbau der Kirche ist nicht in Sicht - und das Schlimmste steht noch bevor

Claudia Möller online rahmen
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Claudia Möllers
  • Claudia Möllers
    VonClaudia Möllers
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Diese Zahlen sind ein Schock: Fast 360.000 Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. 140.000 mehr als im Jahr zuvor. Doch das Schlimmste steht den 27 Bistümern noch bevor:

2023 wird die Statistik für das laufende Jahr 2022 vorgelegt – und da werden mit voller Wucht die Folgen des zweiten Münchner Missbrauchsgutachtens, des Gezerres um die Zukunft des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki und der Erkenntnisse aus der Münsteraner Missbrauchsstudie durchschlagen. Allein die Austrittszahlen aus den großen bayerischen Städten im ersten Halbjahr 2022 lassen noch dramatischere Zahlen voraussehen.

„Es gibt nichts schönzureden“, räumt Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Bischofskonferenz, ein. Nein, wahrlich nicht. Die statistischen Zahlen zeigen das Desaster schonungslos. Die Bemühungen, den schwerfälligen Koloss Kirche auf einen neuen Kurs zu bringen, zeigen nur wenig Erfolg. Der Graben zwischen Reformgruppen und denen, die den Ausverkauf ihrer Kirche befürchten, wird eher tiefer. Längst hat die Austrittswelle diejenigen erreicht, die zur Mitte der Kirchengemeinden gehört haben. Der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht. Und genau das ist die Tragik: Es wird bei diesem Verfall so viel Segensreiches zerstört. Viele Menschen verlieren ihre geistige Heimat. Ein Wiederaufbau ist noch lange nicht in Sicht.

Claudia.Moellers@ovb.net 

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