Aufs eigene Pferd setzen!

Corona-Impfstoff. ANDREA EPPNER.

Noch ist das weltweite Wettrennen um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus nicht gewonnen. Und: Niemand kann vorhersehen, welches Unternehmen als erstes reüssiert – wenn es überhaupt gelingt. Doch trotz dieser Unsicherheit ist es richtig und wichtig, dass sich der Staat finanziell an diesem Wettstreit beteiligt; gerade, wenn es um heimische Firmen wie Curevac geht.

Denn: Wer bei einem solchen Rennen nicht bereit ist, aufs eigene Pferd zu setzen, muss sich am Ende nicht wundern, wenn dieses die Ziellinie nicht erreicht. Der staatliche Einstieg bei dem Tübinger Impfstoff-Entwickler Curevac könnte diesem einen entscheidenden finanziellen Vorsprung verschaffen. Doping sozusagen, im positiven Sinne. Schließlich hängt von der Verfügbarkeit eines Impfstoffes ab, wie gut und wie schnell wir durch die Corona-Krise kommen. Um wie viel es geht, zeigt die Tatsache, dass sich bereits mehrere Länder, darunter auch Deutschland, Impfdosen bei einem anderen europäischen Unternehmen gesichert haben, bei „AstraZeneca“.

Gesundheit ist ein hohes Gut – für jeden einzelnen Bundesbürger gleichermaßen. Wenn der Staat also bereit ist, zum Beispiel krisengeschüttelten Airlines unter die Flügel zu greifen, sollte er das auch verstärkt bei denjenigen tun, die uns dabei helfen könnten, die Corona-Krise zu überwinden.

Andrea.Eppner@ovb.net

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