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„Atom-Verlängerung nur Bayern zuliebe“: Müssen die Grünen Söder retten?

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Markus Söder hat seine Lauscher auf Empfang gestellt, und was muss er da hören aus Berlin? Den Stadion-Gassenhauer „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“! „Der ein oder andere Ampelkoalitionär“ summe unentwegt die Hymne der Anti-Bayern, so hat Söder jetzt der „Bild“-Zeitung sein Leid geklagt.

Aber vielleicht ist das, was der wahlkämpfende CSU-Chef da vernimmt, ja auch nur das Echo, das aus dem Wald herausschallt – schließlich hat den Rest der Republik ungezählte Jahre lang das „Mia san mia“ aus dem Freistaat in den Ohren geschmerzt.

Jetzt, in der Gaskrise, stehen tatsächlich die Bayern im besonders kurzen Hemd da. Und Schadenfreude ist offenbar auch für Berlins neue grüne Machthaber die schönste Freude. Diese schießen aber gewaltig übers Ziel hinaus, wenn sie nun den sich anbahnenden grünen Atom-Rückwärtssalto den Bayern in die Schuhe schieben wollen, nach dem Motto: Jetzt müssen wir Grüne die Atommeiler länger laufen lassen, weil die CSU die Energiewende vermasselt hat und ohne Atomstrom in Bayern die Lichter ausgehen. 

Diese Legende von Habeck & Co. ist zu schön, um wahr zu sein. Nein: Der unverantwortliche Doppel-Ausstieg aus Atom und Kohle ohne adäquaten Ersatz ist eine Gemeinschafts-„Leistung“ der deutschen Politik, und ohne die grundlastfähigen Energieträger Atom, Kohle und Gas ist auch im deutschen Norden bald Schicht im Schacht. Diese Suppe haben sich die staatstragenden Parteien selbst eingebrockt, und sie müssen sie nun auch gemeinsam auslöffeln. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen Bürger und Betriebe keinen Millimeter weiter. Sie erwarten zu Recht, dass die Politik nun ohne weiteres schuldhaftes Zögern alles Nötige tut, inklusive Windradbau und AKW-Weiterbetrieb.

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