Aschermittwoch Kein Block, sondern klarer Wettbewerb

Aschermittwoch. Kein Block, sondern klarer Wettbewerb .

KLAUS RIMPEL

Der Politische Aschermittwoch zeigt in vom Bierdunst leicht vernebelter Form das, was im Bundestagswahlkampf auf uns zukommen wird: Die Union hat die Grünen als Hauptkonkurrenten aufs Korn genommen. Die SPD segelte bei diesem Bierkampf Söder contra Habeck schon fast unter der Wahrnehmungsschwelle. Söder hat in Passau etliche durchaus treffende Tiefschläge gegen die Grünen gelandet. Seine Rede zeigt: Die gemütlichen Zeiten, in denen die Grünen nur „Aber das Klima!“ rufen mussten, sind vorbei. Und Habeck versteht sich zu wehren, wie er in Landshut zeigte.

Dem politischen Wettbewerb kann das nur gut tun: Es gibt wieder echten Lagerwahlkampf! Die AfD hat von nichts mehr profitiert als von ihrer Märtyrer-Legende, dass alle „Altparteien“ ein ununterscheidbarer Block seien, zu dem es nur eine „Alternative“, nämlich die AfD, gebe. Die Aschermittwochs-Reden (und besonders die Schaum-vorm-Mund-Rede von AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner) haben gezeigt: Was die anderen Parteien eint, ist die Ablehnung einer Partei, die die Demokratie zersetzen will. Aber jenseits davon gibt es riesige Unterschiede, um die zu streiten sich lohnt.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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