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Die Ampel als Koalitionsoption: Das Ende der roten Socken

Mike Schier Kommentarfoto Webrahmen Web CUE
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Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
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Ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn sich die Grünen nach dem überwältigenden Ergebnis von Baden-Württemberg dazu entschlössen, mit Winfried Kretschmann als Kanzlerkandidat in die Wahl zu ziehen? Ein beliebter, bodenständiger Mann der Mitte mit Exekutiv-Erfahrung – Vati statt Mutti quasi. In der Union mit ihren Laschets, Spahns und Altmaiers bräche Panik aus.

Dass es so kommt, ist eher unwahrscheinlich. Trotzdem keimt im linken Lager nach den Landtagswahlen vom Sonntag echte Siegeshoffnung, was weniger mit den handelnden Personen, sondern mit arithmetischen Voraussetzungen zu tun hat: Plötzlich bietet sich mit der Ampel eine ernsthafte Regierungsoption für Grüne und SPD.

Mögen ein paar Jusos von einem Bündnis mit der Linken träumen, für die inzwischen weit realistischeren Grünen war Grün-Rot-Rot nie eine innen- und erst recht keine außenpolitische Option. Mit der Wahl der weiblichen Doppelspitze (die eine sehr links, die andere extrem links) hat sich das Thema fast endgültig erledigt.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Der Union raubt die Ampel-Konstellation die Chance zum Lagerwahlkampf. Eine Neuauflage der Rote-Socken-Kampagne, die man sich schon zurechtgelegt hatte, wirkt gegen die FDP unglaubwürdig. Umso mehr wird es in der Kampagne auf die Spitzenkandidaten ankommen. Nicht nur in der Union mit der Laschet/Söder-Frage. Auch der Kandidat oder wahrscheinlicher: die Kandidatin der Grünen wird bald genau durchleuchtet werden.

Mike.Schier@ovb.net

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