Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Ärger über Drängler bei der Coronavirus-Impfung: Die Bundespolitik hat gepennt

-
+
-
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
    schließen

Zu den kleinen, hässlichen Mirakeln der Pandemie gehört, dass trotz dramatischen Mangels am Ende des Tages just eine Dose Impfstoff übrig und gerade ein Landrat, Bürgermeister oder Bischof zur Stelle ist. Die Meldungen häufen sich, und fast immer gibt es ein Körnchen Rechtfertigung.

Trotzdem riecht das faulig nach Privilegien für Amtsträger. Das hätte die Bundespolitik ahnen können. Über die Impf-Reihenfolge wird noch heftig zu streiten sein, auch wenn die Priorisierung für Betagte und Kranke richtig ist. Stützen der Gesellschaft – darunter Polizisten, Lehrer, Erzieher – finden sich insgesamt erstaunlich weit hinten. Gravierend ist auch der Webfehler, diese Frage, die auch von Leben und Tod handeln kann, nicht per Gesetz zu regeln.

Aktuelle Artikel zur Corona-Pandemie finden Sie auf unserer OVB-Themenseite.

Der Bundestag hat das in einem Anfall selbstgenügsamer Apathie den Ministerialbeamten auf dem Verordnungswege überlassen. Ein kapitaler, ein peinlicher Fehler, und nun sind Verstöße gegen die Reihenfolge nicht mal sanktioniert. Während es sonst für jeden Fehler der Bürger dicke Bußgeldkataloge gibt.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Das hätte seit Monaten bedacht oder wenigstens seit Wochen geändert werden müssen, denn das Problem bleibt. Auch innerhalb der priorisierten Gruppen gibt es Drängelei. Man darf sehr staunen, wer sich plötzlich zu „medizinischem Personal“ zählt, ähnlich kontrovers wird, wer „systemrelevant“ sein mag. Es geht nicht um Cleverness, auch nicht nur um eine vergiftende Neiddebatte. Für jeden, der sich vordrängt, wird die ganze Reihe dahinter zurückgedrängt.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

Mehr zum Thema

Kommentare